
Fr, 28.08.2026, 12:30 Uhr
Gemeinsames Gedenken im Roten Rathaus
Zentrale Gedenkveranstaltung im Roten Rathaus „Demokratie braucht Erinnerungskultur“
Die Veranstaltung im Rathaussaal des Roten Rathauses ist die zentrale Gedenkveranstaltung der Kultur- und Erinnerungstage und steht unter dem Motto „Demokratie braucht Erinnerungskultur". Anlass ist der 85. Jahrestag des Beginns der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die entrechtet, verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, ebenso wie die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung insgesamt.
Reden, musikalische und tänzerische Beiträge sowie zeitgenössisches Musiktheater verbinden das historische Gedenken mit der Verantwortung für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Begrüßung übernimmt Daniel Spliethoff, Reporter bei RTL und ntv, die Eröffnung Walter Gauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene. Die Hauptrede hält der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner. Grußworte sprechen Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, für die Bundesregierung, sowie Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, für die SenASGIVA.
Musikalisch gestalten das Vokalensemble „Edelweiß" und das Quartett des Kulturzentrums BKDR unter der Leitung von Svetlana Eberle und Viktor Bode mit dem Solisten Konstantin Avilov das Lied „Unsere Heimat". Paul Valentin Afonin und Michael Afonin spielen an Flügel und Violine „Liebesleid" von Fritz Kreisler. Den Abschluss bilden eine gemeinsame Schweigeminute und die deutsche Nationalhymne, im Anschluss folgt ein Empfang im Wappensaal.
Ein weiterer Programmpunkt ist ein Ausschnitt aus dem Musiktheater „Die Enkel des Gulags". Das Stück verbindet Familiengeschichten, Zeitzeugeninterviews und traditionelle Klänge zu einem Erinnerungsstück zwischen den Generationen und fragt, was von einer oft nur bruchstückhaft überlieferten Geschichte bleibt und wie verschiedene zeitgenössische Kunstformen sie aufgreifen können. Mitwirkende sind Stefanie de Beurs (Gesang), Florian Unruh (Gesang, Klavier, Spoken Word), Natalia Palshina (Tanz), Todd James (Produzent, Schlagzeug) und Sapphire Rebecca Uwadiegwu (Cello).
Programm
- 12:30
- Begrüßung durch Daniel Spliethoff, Reporter bei RTL und ntv
- 12:35
- Eröffnung – Walter Gauks – Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene
- 12:40
- Vokalensemble „Edelweiß“ und Quartett des Kulturzentrums BKDR – „Unsere Heimat“ – Leitung: Svetlana Eberle und Viktor Bode; Solist: Konstantin Avilov
- 12:45
- Hauptrede – Kai Wegner – Regierender Bürgermeister von Berlin
- 12:55
- Paul Valentin Afonin und Michael Afonin – Flügel und Violine: „Liebesleid“ von Fritz Kreisler
- 13:00
- Grußwort der Bundesregierung – Dr. Bernd Fabritius – Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
- 13:10
- Grußwort der SenASGIVA – Cansel Kiziltepe – Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung
- 13:15
- Musiktheater „Die Enkel des Gulags“ – Ausschnitt, komponiert und vorgetragen von Stefanie de Beurs und Florian Unruh
- 13:40
- Gemeinsamer Abschluss – Schweigeminute und deutsche Nationalhymne
- 13:45
- Empfang im Wappensaal
Bericht
Im voll besetzten Roten Rathaus kamen Zeitzeugen, Organisationen, Politik, Verwaltung, diplomatische Vertretungen und Zivilgesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand das 85. Gedenken an Deportation, Entrechtung und Zwangsarbeit der Deutschen in der Sowjetunion.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner würdigte in seinem Beitrag die wichtige Arbeit für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene, während Senatorin Cansel Kiziltepe die Bedeutung von Beständigkeit und Verlässlichkeit unterstrich. Dr. Bernd Fabritius hob die gesetzlich verankerte Förderung von Kultur und Erinnerung sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Land Berlin hervor.
Die Beiträge unterstrichen die Aktualität des Mottos der Kultur- und Erinnerungstage, „Demokratie braucht Erinnerungskultur". Zugleich wurde an die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 erinnert, an ihre Botschaft von Versöhnung, Verantwortung und einem geeinten Europa.
Video
Eindrücke von der Veranstaltung, aufgenommen vor Ort.
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Bilder
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