
Fr, 28.08.2026, 16:00 Uhr
Kranzniederlegung auf dem Parkfriedhof Marzahn
Gemeinsames Gedenken am Mahnmal auf dem Parkfriedhof Marzahn
Die Kranzniederlegung ist ein gemeinsames Gedenken am Mahnmal auf dem Parkfriedhof Marzahn. Im Mittelpunkt stehen die Opfer stalinistischer Repressionen und die Deportation der Deutschen aus Russland in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs. Aus Musik, gesprochenen Worten, einer Andacht und der abschließenden Kranzniederlegung entsteht ein würdiger öffentlicher Rahmen für das Erinnern.
Die Begrüßung übernimmt Walter Gauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene. Eine Ansprache hält Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten; eine historische Einordnung gibt Waldemar Eisenbraun, Leiter des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR). Die Andacht leitet Pfarrer Frank Grützmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Marzahn-Hellersdorf (ACK).
Musikalisch wirken unter anderem die Chöre „Heimat" und „Yanushka", das Vokalensemble „Edelweiß" mit Solistinnen der St.-Paulus-Kirche Göttingen sowie das Quartett des Kulturzentrums BKDR mit. Das Vokalensemble trägt den Satz „Quando corpus morietur" aus dem Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi vor, zum Abschluss singen die Chöre „Heimat" und „Yanushka" gemeinsam die „Ballade von den Trudarmisten". Den Abschluss bilden die gemeinsame Kranzniederlegung und ein stilles Gedenken am Mahnmal.
Programm
- 16:00
- Begrüßung – Walter Gauks – Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene.
- 16:05
- Chor „Heimat“ – Leitung: Selma Merker, begleitet von Anna Luft; „Kraniche“ und „Nach meiner Heimat, da zieht’s mich wieder“.
- 16:15
- Ansprache – Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
- 16:25
- Chor „Yanushka“ – Leitung: Yana Afonina, begleitet von Viktor Warkentin am Bajan; „Abendklang“ und „Witwen“.
- 16:30
- Historische Einordnung – Waldemar Eisenbraun – Leiter des BKDR, Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland.
- 16:40
- Vokalensemble „Edelweiß“ – Solistinnen der St.-Paulus-Kirche Göttingen, Leitung: Svetlana Eberle; „Quando corpus morietur“ aus dem Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi.
- 16:50
- Quartett des Kulturzentrums BKDR – Musikalische Leitung: Ewald Oster; Konzertmeister und spielender Dirigent: Viktor Bode
- 17:00
- Andacht – Pfr. Frank Grützmann – Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Marzahn-Hellersdorf (ACK)
- 17:10
- Chor „Heimat“ und Chor „Yanushka“ – „Ballade von den Trudarmisten“.
- Anschließend Kranzniederlegung – Gemeinsames stilles Gedenken am Mahnmal.
Bericht
Am Denkmal für die russlanddeutschen Opfer des Stalinismus fand eine Kranzniederlegung statt. Gedacht wurde der Menschen, die Opfer von Deportation, Zwangsarbeit, Entrechtung und stalinistischer Repression wurden.
An der Kranzniederlegung nahmen unter anderem Petra Pau, ehemalige Bundestagsvizepräsidentin, Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, und Waldemar Eisenbraun, Geschäftsführer des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR), teil. Auch zahlreiche Abgeordnete und politische Vertreterinnen und Vertreter waren anwesend, ebenso Pfarrer Frank Grützmann, der Pfarrer der gastgebenden Kirchengemeinde, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nahmen ebenfalls teil und brachten ihre persönlichen Geschichten in das Gedenken ein.
2002 wurde das Denkmal auf Initiative von Aussiedlern aus den Reihen des Vereins Vision e. V. errichtet. Mit dieser Initiative ist insbesondere Alexander Reiser verbunden, Mitinitiator des Denkmals und engagierter Vertreter der russlanddeutschen Community. Der Ort gilt heute als fester Bestandteil der Berliner Erinnerungskultur.
Im Jahr des 85. Jahrestages des Beginns der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion wurde festgehalten, dass ein solches Gedenken sichtbarer und größer werden solle, mitten in Berlin und gemeinsam mit Politik, Kirchen, Zivilgesellschaft und den betroffenen Familien. Die hohe Zahl der Teilnehmenden wurde als Zeichen dafür gewertet, dass Erinnerung Generationen verbindet und Verantwortung für die Zukunft trägt.
Video
Eindrücke von der Veranstaltung, aufgenommen vor Ort.
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