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Kultur- und Erinnerungstage
2026
Bodenmarkierungen an der Gedenkstätte Berliner Mauer
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Mi, 02.09.2026, 18:00 Uhr

Live-Podcast & Tschai mit X3

„Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungen und Gegenwart“ Live-Talk und Teezeremonie

Der Live-Podcast „Ambivalenzen russlanddeutscher Erinnerungen und Gegenwart“ verbindet in der Stiftung Berliner Mauer einen Live-Talk mit einer Teezeremonie. Angesprochen ist ein breites, generationenübergreifendes Publikum, vor allem jüngere Menschen, denen das Format einen niedrigschwelligen Zugang zu Geschichte, Erinnerungskultur und Fragen heutiger Zugehörigkeit eröffnen soll. Historische Einordnung, persönliche Familiengeschichten und Fragen aus dem Publikum verschränken sich dabei zu einem offenen Gespräch. Als Gesprächsgäste wirken Lina Fustok und Ksenja Holzmann mit.

Den historischen Ausgangspunkt bildet der Deportationserlass vom 28. August 1941: Nach dem nationalsozialistischen Überfall auf die Sowjetunion begann damit die gewaltsame Verschleppung der Russlanddeutschen nach Sibirien und Zentralasien. Der Talk stellt die Frage, wie sich an Deportation, Zwangsarbeit und Ausgrenzung erinnern lässt, ohne die deutsche Verantwortung für den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg zu verdrängen. Daran schließen Fragen zur Gegenwart an: was russlanddeutsche Zugehörigkeit heute bedeutet und wie Familiengeschichten mit Bezügen zu Deutschland, Kasachstan, Russland, der Ukraine und weiteren postsowjetischen Staaten den Blick auf Vergangenheit und Gegenwart prägen. Thematisiert wird zudem, wie Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie aktuelle Debatten über Erinnerung und PostOst-Perspektiven diese Auseinandersetzung verändern.

Begleitet wird der Talk vom Rahmenprogramm X3 :PP mit dem Titel „Plates & politics“, gestaltet von Saltanat Shoshanova aka Adiba. Es öffnet einen Zugang zur traditionellen kasachischen Kunst des Tois und schafft eine Atmosphäre des Entschleunigens, des Nachdenkens und vertiefter Gespräche. Vorgesehen sind eine Teezeremonie mit Tschai, frisch zubereitete Shelpeki und Baursaki sowie das Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

Der Ort ist bewusst gewählt: Als Gedenkstätte für Diktatur, Teilung, Flucht, getrennte Familien und den Kampf um Freiheit bietet die Stiftung Berliner Mauer einen Rahmen, in dem unterschiedliche Erfahrungen miteinander ins Gespräch kommen, ohne gleichgesetzt zu werden. Vorgesehen ist, das Gespräch nach der Postproduktion als Podcastfolge zu veröffentlichen und das Thema mit ergänzenden Kurzformaten in die digitale Kommunikation zu verlängern. Beworben wird die Veranstaltung gemeinsam über die Kanäle der Kultur- und Erinnerungstage, von X3 und, nach Abstimmung, der Stiftung Berliner Mauer.

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