
Di, 25.08.2026, 14:00 – 15:15 Uhr
Sonderführungen in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Das Notaufnahmelager Marienfelde entstand 1953 zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der DDR. Seit 1964 kamen hier auch Aussiedlerinnen und Aussiedler an, zunächst vor allem aus Polen, später aus weiteren osteuropäischen Ländern und der ehemaligen Sowjetunion. Bis 2010 diente die Einrichtung als zentrale Aufnahmestelle für sie. Der Ort ist bis heute mit zahlreichen Erinnerungen an das Ankommen in Berlin verbunden.
Im Rahmen der Kultur- und Erinnerungstage 2026 unter dem Motto „Demokratie braucht Erinnerungskultur“ bietet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zwei kostenfreie Sonderführungen an. Sie stellen ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung vor und rücken Flucht und Aufnahme im geteilten Deutschland sowie Erfahrungen von Aussiedlung, Migration und Neubeginn in den Mittelpunkt.
Zu den Führungen lädt Dr. Bettina Effner ein, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer.
Bericht
Dr. Bettina Effner, Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer, führte im Rahmen der Kultur- und Erinnerungstage 2026 persönlich durch die Ausstellung.
An der Führung nahmen auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus den Reihen der Deutschen aus Russland, Aussiedler und Spätaussiedler teil und berichteten von persönlichen Erinnerungen. Dadurch wurde die Geschichte von Aussiedlung, Aufnahme, Ankommen und Neubeginn unmittelbar erfahrbar.
Der Veranstalter der Kultur- und Erinnerungstage 2026 stand mit der Stiftung Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Marienfelde im Austausch. Wie Dr. Bettina Effner bei der Führung erläuterte, soll im Zuge der geplanten Weiterentwicklung der Ausstellung auch geprüft werden, wie die Geschichte und die persönlichen Geschichten von Aussiedlerinnen und Aussiedlern sowie Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern künftig stärker Eingang in die Ausstellung finden können, um die vielfältigen Erfahrungen des Ankommens in Deutschland sichtbarer zu machen.
Video
Eindrücke von der Veranstaltung, aufgenommen vor Ort.
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